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1.1.19: Aus IFP AG wird IFP GmbH. Sämtliche Geschäftstätigkeit wird von der IFP GmbH übernommen, deren Gesellschafterin ist Lilian Badertscher.

 

Geschichte der IFP

IFP AG wurde im Jahr 1986 von Fritz Rechsteiner gegründet. Als Inhaber einer Personalberatung konnte er sich nicht mit den hierzulande bestehenden Gepflogenheiten bei der Vermittlung von Personalinseraten anfreunden. Das Thema war fast komplett von der Publicitas, der OFA und der assa besetzt. Die meisten Verleger hatten ihr Inserategeschäft an eine der drei Firmen verpachtet. Gleichzeitig boten diese Agenturdienstleistungen für Inserenten an. Man kam also nicht an den dreien vorbei. Fritz Rechsteiner gründete eine eigene Agentur, die IFP AG, um seine eigenen Inserate zu verarbeiten, aber auch um anderen Inserenten unabhängige Dienstleistungen anzubieten. IFP AG sollte sich komplett auf Stelleninserate konzentrieren, um das best mögliche Angebot für diese spezielle Sparte bieten zu können. Fritz Rechsteiner setzte einen Geschäftsführer ein, da er sich auf seine Personalberatung konzentrieren wollte.

 

Eine Anzeigenagentur finanzierte sich aus den Vermittlungsprovisionen, die die Zeitungen für anerkannte Agenturen auszahlten. Der Endkunde bezahlte für die Dienstleistung, die ihm doch so viel nützte, nichts. Im Zeitungsmarkt gab es einerseits die sogenannten "Pachtzeitungen", die ihr Anzeigengeschäft verpachtet hatten und andererseits die "Unhabhängigen", die die Inserate selber vermarkteten. Über die Anerkennung durch die Pachtzeitungen urteilte die VSW, der "Verband Schweizerischer Werbevermittler" – deren Mitglieder hauptsächlich aus den drei grossen Agenturen bestand! Diese hatten natürlich kein Interesse an einem Konkurrenten im damals sehr lukrativen Stellenanzeigengeschäft. Mit scheinheiligen Bedingungen verhinderten sie ganz einfach das Aufkommen neuer Mitbewerber.

 

Die IFP AG musste sich also mit den Provisionen der "Unabhängigen" begnügen. Zu denen zählte u.a. der Tages-Anzeiger, die NZZ, die Berner Zeitung und ein paar andere bedeutende Zeitungen mehr. Durch den Boom der Stellenanzeiger funktionierte das ganz gut. Jedoch vermittelten IFP an sämtliche Zeitungstitel - auch wenn wir nichts dabei verdienten. – Sonst hätte die Dienstleistung für den Endkunden nicht funktioniert. Später überahm die Publicitas ihre beiden grossen Mitbewerber und besetzte das Thema fortan alleine.

 

Als erste Agentur layouteten wir die Stelleninserate selber. Vorher wurden diese entweder von einem Grafiker oder von den Zeitungen selber erstellt - das eine zeitintensiv und teuer und das andere unflexibel und nicht kundenfreundlich. Anfang der 90er Jahre wurde die Schweiz von einer Wirtschaftskrise erfasst. In dieser Zeit trat ich als Sachbearbeiterin ein. Schon ein Jahr später verliess uns die damalige Geschäftsführerin. Als einzige Mitarbeiterin übernahm ich 1991 die Geschäftsführung. 

Ganz langsam erholte sich die Wirtschaft und die IFP wuchs stetig. Ab Mitte der 90er Jahre boomte das Anzeigengeschäft und die IFP AG benötigte neue Mitarbeiterinnen. Der Boom gipfelte um die Jahrtausendwende. Die Zahl der offenen Stellen war riesig und der einzige Weg, um solche zu publizieren, war ein Zeitungsinserat. Damals hatte die IFP 8 Mitarbeiterinnen.

Anfang 2001 dann die Weltwirtschaftskrise. Nach längerer Kurzarbeit musste ich leider einen Teil der Belegschaft entlassen. Am Horizont zeichnete sich die Digitalisierung mit den Stellenplattformen ab. Es war mir schnell klar, dass das die neue Art war, Stellen auszuschreiben. Viel günstiger, viel flexibler, dem Trend zum Digitalen entsprechend.

 

Um dem neuen Bedürfnis zu entsprechen, kreierte ich ein Kombi-Angebot mit verschiedenen Plattformen. Durch den Grosseinkauf von Plätzen konnten wir dieses den Kunden zu einem sehr interessanten Preis anbieten. - Ein echter Renner!

Gegen Ende der 2000er Jahre startete bereits eine Konsolidierung bei den Stellenplattformen. Nach und nach wurden die kleineren Plattformen von jobs.ch übernommen. Diese schliesslich vom Tamedia Konzern. 

 

Die IFP musste sich schreittweise verkleinern. Der Umzug 2014 von Zürich nach Eglisau trug der Digitalisierung Rechnung, die es uns ermöglicht, unsere Dienstleistung von überall her anzubieten. Nach verschiedenen Projekten, die wir in Angriff nahmen, um ein weiteres Standbein aufzubauen, sind wir heute zum Verlag geworden. Wir geben - neben unserem angestammten Vermittlungsgeschäft - eine monatliche Zeitschrift für die Region Rafzerfeld heraus - den RAFZERFELDER. Zudem bieten wir Layout-Dienstleistungen für KMUs an. Unkompliziert und schnell gestalten und erstellen wir Drucksachen wie Visitenkarten, Briefpapier, Flyer - sowie einfache, mit Jimdo erstellte Webseiten, die später vom Kunden problemlos selber ajour gehalten werden können.  

 

Ende 2018 zieht sich Fritz Rechsteiner aus dem Geschäft zurück und übergibt mir sämtliche Geschäftstätigkeiten der IFP AG, die in meiner IFP GmbH weiter geführt werden. Was die Zukunft wohl noch bereit hält? Spannend bleibt es mit Sicherheit!